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Geschrieben von: Kaplan Schmitz
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Eine wesentliche Grundlage der Seelsorge ist die jüdisch- christliche Sicht des Menschen als Einheit von Körper, Psyche und Geist. Sie will den Menschen und in weiterer Folge die Leiden des Menschen in diesem Sinne ‚ganzheitlich' verstehen. Konkret heißt dies, den Menschen mit seinen Stärken und Gebrechen in die existenzielle und geistliche Wirklichkeit eingebettet zu sehen. Der Mensch kann erst dann ganz gesund sein, wenn nicht bloß seine körperliche und psychische, sondern auch seine geistliche Dimension geheilt wird. So wie für die Wiederherstellung körperlicher und psychischer Leiden Ärzte und Psychologen dem Menschen zur Seite gestellt werden, so hat für die geistliche Gesundheit maßgeblich die Kirche einen Heilungsauftrag von Jesus Christus erhalten. Die geistliche Medizin der Kirche besteht in der Verkündigung des Wortes Gottes, der Spendung der Sakramente und der individuellen Seelsorge bzw. Begleitung von Menschen in ihren kritischen Phasen und Fragen des Lebens.
Eine Grundannahme der Seelsorge ist, dass auch im geistlichen Bereich Verletzungen und Leiden verschiedener Art entstehen können und sich beispielsweise ein Ungleichgewicht auf der geistlichen Ebene sowohl im psychischen Bereich manifestieren als auch auf den physischen Organismus negativ auswirken und diesen beeinträchtigen kann. Dazu ist es notwendig, auch die geistliche Dimension zu berücksichtigen und die theologische und philosophische Anthropologie (Lehre vom Menschen) zu beachten.
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